Kirchenchor

Kirchenchöre Winnen und Londorf auf gemeinsamer Fahrt

Die diesjährige Mehrtagesfahrt der verschwisterten Kirchenchöre Winnen und Londorf führte 24 Sängerinnen und Sänger sowie Freunde und Gönner vom 22.–24. September in die Lutherstadt Wittenberg und Umgebung.

Der Wettergott meinte es gut mit uns, und so fuhren wir nach der Ankunft in Wörlitz, wo wir in einer Pension untergebracht waren, auf Gondeln über den See im Wörlitzer Park, einem  bedeutenden Landschaftsgarten nach englischem Vorbild. Im Jahre 1765 ließ Fürst Leopold III. von Anhalt-Dessau den Park anlegen, der heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Dort gab es zahlreiche, liebevoll gestaltete Einzelheiten zu entdecken: Kanäle und Brücken, Schlösser und Tempel und nicht zuletzt die Vielfalt der Bäume und Sträucher, die z.T. schon in der Entstehungszeit des Parks gepflanzt wurden.

Am zweiten Tag ging es in die Lutherstadt Wittenberg, wo wir an einer Führung durch die Sonderausstellung "Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ im Augusteum, dem Vordergebäude des Lutherhauses, teilnahmen. Wittenberg ist so eng mit Martin Luther verknüpft wie sonst kaum eine andere Stadt. Hier soll er die berühmten 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche geschlagen haben – der Auslöser der Reformation. Dieses Ereignis steht im Zentrum der Ausstellung. Im ersten Teil illustrieren die 95 Schätze – Exponate aus dem Umfeld des jungen Martin Luther – seinen Weg zum Reformator. Der zweite Teil stellt 95 Menschen mit ihren Beziehungen zu Luther und seinem Werk vor. Revolutionäre, Aufklärer, Schriftsteller, Künstler, Philosophen vom 16. Bis zum 21. Jahrhundert aus der ganzen Welt wurden von ihm beeinflusst – die Liste reicht von Goethe über Astrid Lindgren bis zu Steve Jobs.

Ein in Wittenberg ansässiger Freund von Gerd Schönhals führte uns anschließend durch die Altstadt und zeigte uns u.a. die Stadtkirche, in der Luther predigte, sowie die Schlosskirche mit Luthers Grab und der ‚Thesentür’. Nach Mittagspause und Anlegen der Chorkleidung fuhren die Sängerinnen und Sänger zum Ansingen in die kleine Dorfkirche von Dobien, denn dort sollte um 18 Uhr unser Chorkonzert stattfinden. Die Kirchengemeinde Londorf unterhält schon seit 1958 eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde von Dobien, und weil wir uns ohnehin in dieser Gegend befanden, lag der Gedanke nah, die Partnerschaft durch diesen Auftritt wieder etwas zu beleben. Die Vorsitzende des Londorfer Kirchenvorstands, Karin Schönhals, überbrachte Grußworte von Londorfs Pfarrer Frank Leissler und überreichte eine Altarbibel als Geschenk. Anschließend sang der vereinigte Chor unter der Leitung von Chorleiterin Barbara Frank (Winnen) 8 Lieder, z.T. mit Klavierbegleitung durch die Chorleiterin, die auch drei Orgelstücke spielte. Hiltrud Lohwasser fand die passenden Worte für die Überleitungen zwischen den Liedern. Sowohl die einheimischen Konzertbesucher als auch die mitgereisten Nicht-Sänger waren sehr angetan von unseren Darbietungen. Nach einem gemeinsamen Abendessen in Wörlitz fielen wir dann alle todmüde in die Betten.

Am Sonntag nach dem Frühstück wurde gepackt und nach Dessau gefahren. Dort besuchte eine Gruppe das Bauhaus und die andere das Hugo-Junkers-Technikmuseum, beide ein gelungener Abschluss unserer Fahrt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen starteten wir dann in Richtung Heimat. Unser Dank gilt den Organisatoren Gerd Schönhals und Karl Henkel mit ihren Ehefrauen sowie unserem netten Busfahrer Fred Benecke von Plus Bus Tours.

 

 

 Was wäre eine Kirchenchorfahrt, ohne unterwegs 

ein zünftiges Frühstück einzunehmen!

 

Führung durch Wittenberg


In der Stadtkirche: hier war Luthers Predigtstätte

 


   Ehepaar Henkel vor der Thesentür der Schlosskirche

 

Hiltrud Lohwasser am gleichen Ort


Der Chor beim Konzert in der Dorfkirche von Dobien

Karin und Gerd Schönhals überreichen Pfr. Schröter das Gastgeschenk - eine Altarbibel

 


Impressionen aus dem Wörlitzer Park und von den gemeinsamen Restaurantbesuchen

Mittagessen vor der Heimreise - 

manches war offensichtlich SEHR anstrengend!

Abschluss der Fahrt

Ein Teil der Gruppe im Hugo-Junkers-Technikmuseum

Auf der Heimfahrt - Karl scheint es gut gefallen zu haben!